Team Ergotherapie

Entspannungstherapie

Entspannung PUR

Entspannung bedeutet belastende Verkrampfungen loszuwerden und locker zu lassen. Seelische und körperliche Belastungen sorgen für innerliche Anspannung, Unruhe und körperliche Beschwerden. Im Trubel des Alltages ist es deshalb wichtig seinem Körper einen geeigneten Gegenpol zu bieten.

Um bei Kräften zu bleiben und ein ausgeglichenes Leben zu führen, ist es ratsam, eigene Wege in einen Zustand der Ruhe zu finden. Entspannungsverfahren können Ihnen dabei helfen Leichtigkeit in Ihren Alltag zu integrieren.

Unsere Ergotherapeuten legen besonderen Wert darauf, dass Sie die Entspannung nicht nur in der Therapie spüren können. Wir ermutigen unsere Klienten die erlernten Übungen in den Alltag zu integrieren, damit die Erholung nicht nur in Abhängigkeit des Therapeuten stattfindet.

 

Wann ist eine Entspannungstherapie ratsam?

  • Stress
  • Burnout
  • Schlaflosigkeit
  • Geistige Erschöpfung
  • Nervosität
  • Psychische und psychosomatische Beschwerden
  • Wunsch nach mehr Entspannung im Alltag

 

Psychosomatik

Psychosomatik beschreibt in der Medizin eine Umwandlung von psychischen Belastungen in körperliche Symptome. Ein mildes Beispiel, welches fast jeder Mensch kennt: Bei Stress verspannen sich die Muskeln häufig so stark, dass Kopfschmerzen die Folge sind.

 

Entspannungsübungen

Vielseitig in der Ausführung
Entspannungsübungen dienen einer Verbesserung der Eigenwahrnehmung, Stressreduktion und beugen einem Burnout vor. Sie unterscheiden sich in ihrer Dauer, Ausführung und Intensität. Manche eignen sich zur Durchführung im Sitzen, beispielsweise während einer Pause im Büro, für andere benötigt man einen ruhigen Ort und etwas mehr Zeit.

Entspannungsübungen haben einen vielseitigen Charakter. Muskeldehnungen, aber auch bewusste, aktive Muskelanspannung führt im Verlauf einer Entspannungstherapie zu einer spürbaren Lockerung des Körpers. Auch konzentrative Übungen, bei welchen das Erspüren des eigenen Körpers im Vordergrund steht, dienen der Lockerung.

 

Verschiedene Entspannungstechniken

Welche Methode passt zu mir?
Unsere Ergotherapeuten achten darauf, dass die gewählten Entspannungstechniken und Übungen zu Ihnen passen. Neben Autogenem Training nach Schultz und progressiver Muskelentspannung nach Jakobsen verwenden unsere Ergotherapeuten in der Entspannungstherapie Techniken aus dem Yoga.

 

Die Auswahl der richtigen Entspannungsmethode

Individuell und auf Sie abgestimmt
Je nach Lebensphase und Belastung benötigt der Mensch eine individuelle Methode um Wege in die Entspannung zu finden. Es gibt diverse Entspannungstechniken, doch welche letztendlich zu einem am besten passt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Am besten eignet sich das Gespräch mit Ihrem Ergotherapeuten und das Ausprobieren der verschiedenen Techniken. Sagt Ihnen ein Entspannungsverfahren besonders zu, sollte dies in den weiteren Sitzungen vertieft werden. Fühlen Sie sich beispielsweise kraftlos, ausgelaugt und schwach, so bieten sich sanfte, konzentrative Übungen an, um zur Ruhe zu finden. Sind sie hingegen aufgeladen, angespannt und gestresst vom Tag, können körperliche Übungen mit Yogaelementen lockern. Es kann sich ebenfalls eine Mischung aus den verschiedenen Verfahren als sinnvoll erweisen.

 

Autogenes Training nach J.H. Schultz

Gedankenreise
Das Autogene Training nach Johannes Heinrich Schultz ist eine Autosuggestionsmethode. Diese hat der Berliner Psychiater in den 1920er Jahren entwickelt und im weiteren Verlauf veröffentlicht.

Autosuggestion bedeutet Selbstbeeinflussung und könnte als eine Art der Selbsthypnose verstanden werden. Über positive Verbildlichung und Sätze, welche in einer Art von Formeln wiederholt werden, soll der Klient in einen Zustand der Entspannung versetzt werden. Autogenes Training wird unter Anleitung eines Therapeuten erlernt und kann, mit einiger Übung, in den Alltag integriert werden.

Der Klient begibt sich in eine bequeme Position. Unter verbaler Anleitung führt der Therapeut die Entspannungstherapie durch. Dieser wiederholt positive Bilder und Sätze. Der Klient versucht konzentriert die Worte des Therapeuten zu verinnerlichen. “Ich bin ganz ruhig, mein Atmen ist ruhig und gleichmäßig”, könnte eine verwendete Affirmation sein. Durch die mentale Visualisierung eines positiven Zustandes gelangt der Klient zu innerer Ruhe.

 

Progressive Muskelentspannung nach Jakobsen

Lockerung der Muskeln
Das Grundprinzip der Entspannungstechnik nach Jakobsen beruht auf einem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung der Muskulatur. Eine muskuläre Lockerung entsteht als Folge der zuvor aktiv ausgeübten Muskelspannung. Häufig fällt das “Lockerlassen”, “Loslassen” im Alltag sehr schwer. Durch das bewusste Erspüren der eigenen Körperspannung, ist der Klient aktiv beteiligt. Die körperlichen Übungen wirken sich positiv auf das Autonome Nervensystem aus. Neben einer erwärmenden und lösenden Wirkung auf die Muskulatur setzt die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen ein Gefühl von innerer Ruhe frei.

 

Atemtherapie

Therapie durch Konzentration auf die Atmung
Die Atmung spielt in der gesamten Entspannungstherapie eine wichtige Rolle. Bei vielen traditionellen Methoden, ist diese nicht wegzudenken. Zu banal, wie selbstverständlich wir ein und ausatmen. Jedoch ist eine Konzentration auf diesen Prozess gar nicht so einfach, wie man denkt.

Bei Wut verschnellert sich die Atmung und wird flach. Ist der Mensch ausgeglichen und entspannt, so atmet er ruhig und tief. Bei der Entspannungstherapie versuchen wir einen Fokus auf die Atmung zu legen und über die Konzentration ruhiger zu werden. Selbst Profis gelingt dies nicht immer, doch Übung macht den Meister.

 

Ziele der Entspannungstechniken

  • Stressreduktion
  • Verbesserung der Eigenwahrnehmung
  • Vorbeugen eines Burnout
  • Erlernen einer zu einem passenden Entspannungsmethode
  • Integration von Entspannung im Alltag