Team Ergotherapie

Kälte- & Wärmetherapie

Die ergotherapeutische Kälte- & Wärmetherapie

Die ergotherapeutische Kälte- und Wärmetherapie beschreibt die Behandlung von Erkrankungen mit thermischen Reizen. Sie wird häufig als vorbereitende Therapie oder zum Ausklang der Behandlung verwendet. Bei Sensibilitätsstörungen nimmt sie jedoch eine zentrale Rolle ein.

Die Akzeptanz von Temperaturreizen ist bei jedem Menschen individuell. Deswegen ist es wichtig, dass der Klient zusammen mit dem Ergotherapeuten die passende Anwendungsform findet.

 

Wirkungsbeispiele der Therapie

Die Wirkung ist häufig abhängig von der Anwendungsform. Bei der Anwendung ist immer zu beachten, um welche Art von Beschwerden es sich bei dem Klienten handelt.

Das Besondere ist, dass die Kälte- oder Wärmeanwendung gleiche sowie unterschiedliche Wirkungen erzielen kann.

Wärme

  • Schmerzlinderung
  • Förderung der Durchblutung
  • Stoffwechselanregung
  • Lockerung der Muskulatur

Kälte

  • Schmerzlinderung
  • Schwellungsreduktion
  • Steigerung der Spannung im Gewebe und der Muskulatur
  • Schulung der Sensibilität

 

Anwendungsgebiete der Kälte- und Wärmetherapie

Wärme

  • Schmerzen des Bewegungsapparates: Beispielsweise bei Arthrose, Morbus Bechterew (je nach Stadium)
  • Muskelverspannungen
  • Muskelverkürzungen
  • chronische Überlastungssyndrome
  • Sensibilitätsstörungen

Kälte

  • Schwellungen nach Unfällen, Verletzungen und Operationen
  • akute rheumatische Schübe
  • Lähmungen (Anwendung richtet sich nach Art der Lähmung)
  • Sensibilitätsstörungen

 

Beispiele für Anwendungsarten

Beispiele für Anwendungsarten der Wärmetherapie

  • Fangopackung
  • Sandbox
  • Paraffin-Packungen oder -Bäder
  • feuchtheiße Kompressen
  • Heiße Rolle
  • Infrarot Licht

Beispiele für Anwendungsarten der Kältetherapie

  • Eisteilbäder (Fuß- oder Armwannen)
  • Eisabreibung (Eismassage)
  • Eislolli

 

Thermotherapie bei Sensibilitätsstörung

Mit Kälte gegen Sensibilitätsstörungen
Sensibilitätsstörungen sind sehr unangenehm und werden individuell wahrgenommen. Sie können sich unter anderem als Kribbeln, Brennen, Ziehen oder Taubheitsgefühl in dem betroffenen Körperteil äußern. Neben weiteren Therapiemaßnahmen gehört die Eistherapie zu einer zentralen Methode bei der Behandlung von Sensibilitätsstörungen. Sie verringert die Symptome und fördert Schritt für Schritt die Wahrnehmung des Patienten.

Die Kälteanwendung überlagert das unangenehme Gefühl und die Reizwahrnehmung nimmt ab. Im Laufe der Ergotherapie wird die Sensibilität weiter geschult und der Körper lernt Hautreize neu einzuordnen.