Physiotherapie Team physioup Berlin Wilmersdorf

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage

In unserer modernen Praxis in Berlin Wilmersdorf
Die Manuelle Lymphdrainage, abgekürzt MLD, ist eine Entstauungstechnik. Sie gehört zu den wichtigsten Therapien in der Physiotherapie bei der Behandlung von Patienten mit Ödemen.

 

Die MLD Behandlung

Wie eine sanfte Massage
Bei der Behandlung fördert der Therapeut durch sanfte, gewebeverformende Griffe den Rückstrom in den Lymphgefäßen. Die meist an der Körperoberfläche ausgeführten Griffe des Therapeuten, orientieren sich an dem Verlauf der Lymphgefäße. Die Manuelle Lymphdrainage wird von Patienten häufig als sanfte Massage wahrgenommen. Sie ist jedoch in der Medizin klar von den Wirkungen und Zielen einer Massage abzugrenzen.

Flüssigkeitsansammlungen im Körper werden abgebaut
Durch sanfte, schubartige Bewegungen mit der Hand des Therapeuten auf der Haut des Patienten werden die Lymphgefäße angeregt. Es entsteht ein Sog in Richtung Lymphknotenstamm, Körperinneres. Die Lymphdrainage fördert den Abtransport von überschüssiger Flüssigkeit im Zellzwischenraum, welche sich im Körper abgelagert hat. Diese wird durch die Therapie teilweise über die Nieren gefiltert und ausgeschieden. Deshalb ist es nicht unüblich, dass Patienten nach der Manuellen Lymphdrainage Therapie starken Harndrang verspüren.

 

Mögliche Ursachen für ein Lymphödem

Auszugsweise zu nennen sind:

  • Erhöhte Eiweißwerte im Blut
  • Ödeme als Folge einer Operation
  • Lymphgefäßschädigung nach Tumorbehandlungen und Lymphknotenentfernung, beispielsweise bei Brustkrebs, auch bezeichnet als Mamma-Ca, Mammakarzinom
  • Immobilität in Folge neurologischer Erkrankungen

 

Manuelle Lymphdrainage nach Verletzungen und Operationen

Das Ödem der Entzündung
Unser Körper reagiert auf jede Art von Schädigung mit Entzündungsreaktionen, welche Voraussetzungen für die Heilung der Wunde sind. Die Verletzungsursachen können vielfältiger Natur sein, z.B. Bänderzerrungen, Operationswunden, Blutergüsse, Knochenbrüche und vieles mehr…

Wie entsteht ein Ödem nach Operationen?
Aufgrund der überschießenden Entzündungsreaktionen nach Operationen kommt es zu einer vermehrten Durchblutung im Gewebe. Die Blutgefäße weisen einen höheren Innendruck auf. Gefäßwände werden durchlässiger für gewisse Stoffe, darunter auch körpereigene Flüssigkeit. Diese wird aufgrund des höheren Druckes in dem Gefäß in den Zellzwischenraum, das Interstitium, gedrückt. Es entsteht eine Schwellung, in der Medizin als Lymphödem bezeichnet.

Ödeme- Eine natürliche Reaktion auf Verletzungen
Es ist eine natürliche Reaktion, welche zum Beispiel schon bei einer kleinen Schnittverletzung am Finger zu beobachten ist.

Mit der Zunahme der Durchblutung in diesem Gebiet wird das verletzte Gewebe besser versorgt, womit die Entzündung schnell abnimmt und auch das Ödem verschwindet. Der Körper wird schnell mit dieser Art von Schwellung fertig.

Verschiedene Umstände, wie beispielsweise starke Schmerzen, können Heilungsprozesse hemmen und somit bleibt das Ödem längere Zeit bestehen. Problematisch ist, dass ein Ödem durch den Druck auf die Strukturen weitere Schmerzen verursacht und die Durchblutung und damit auch den Heilungsprozess mindert.

Die vermehrte Flüssigkeit im Gewebe überlastet den Körper kurzfristig da der Abtransport nicht ausreichend ist. Hier setzt die Manuelle Lymphdrainage an. Durch die Therapie wird der natürliche Abtransport von Gewebsflüssigkeit und somit die Wundheilung gefördert.

Allgemeine Maßnahmen, die ein Ödem nach Verletzungen reduzieren:

  • Bitte fragen Sie Ihren Therapeuten, ob diese Maßnahmen für Sie geeignet sind!
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Atemtherapie
  • Hochlagerung des betroffenen Gebietes
  • Aktivierung der Muskelpumpe

Weiteres…
Neben der Manuellen Lymphdrainage wirken natürliche Prozesse, wie die Atmung, der Herzschlag und die Arbeit der Muskulatur Rückstrom anregend.

 

Manuelle Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung

Neue Lymphwege werden gebahnt
Eine Verletzung der Lymphgefäße bedeutet, dass der natürliche Weg des Abtransportes unterbrochen ist. Müssen aufgrund von Erkrankungen Lymphknoten entfernt werden, fehlen dem Körper wichtige Wege für den Abtransport von Gewebeflüssigkeit. Diese staut sich im Körper an und wird für den Patienten in Form eines Ödems sichtbar. Die Haut spannt und ist unangenehm geschwollen.

Konsequente Therapie hilft
In der Physiotherapie wird den betroffenen Patienten geholfen. Durch eine konsequente Therapie können neue Lymphwege, sogenannte Anastomosen, gebahnt und gefestigt werden.

 

Wirkweisen der Manuellen Lymphdrainage

  • Schmerzlinderung
  • Reduzierung von Schwellungen, dem sog. Lymphödem
  • Verbesserung der Lymphbildung und dadurch besserer Abtransport von Abfallstoffen im Körper, z.B. Schmerzmediatoren und Entzündungsmediatoren
  • Bildung von neuen Lymphwegen, sog. Anastomesenbildung
  • Lockerung von krankhaft verhärtetem Gewebe, auch als fibrotisches Gewebe bezeichnet

 

Wann ist bei der Manuellen Lymphdrainage Vorsicht geboten?

In der Medizin als Kontraindikationen bezeichnet

  • Herzerkrankungen, nur in Rücksprache mit Ihrem Arzt
  • Bösartige Tumore
  • Akute Entzündungen im Lymphgebiet verursacht durch pathogene Keime (Bakterien, Viren, Pilze)
  • Akute Thrombose
  • Fieber

 

Manuelle Lymphdrainage in unserer Praxis

In unserer Praxis achten wir besonders auf eine angenehme Lagerung und eine diskrete Atmosphäre während der Behandlung. Da die Lymphbahnen sich wie ein Netz durch den ganzen Körper spannen, kann nicht nur im betroffenen Gebiet behandelt werden. Der Therapeut muss großflächig auf der Haut entlang der Lymphbahnen arbeiten. Aus diesem Grund sollte die Haut des Patienten gut zugänglich sein und einschnürende Kleidung darf den Lymphfluss nicht behindern.

Bei Fragen zu dem Thema Manuelle Lymphdrainage können Sie sich selbstverständlich an Ihr physioup Team wenden.