FAQ

Alles was wir anbieten auf einen Blick

Physiotherapie

Die Krankengymnastik, abgekürzt KG, ist die klassischste Form der Physiotherapie und vielseitig in ihrer Behandlung. Sie dient der Vermeidung und Beseitigung von Funktionsstörungen und Fehlentwicklungen. Die Therapie ist sehr vielseitig und eignet sich zur Behandlung von Patienten jeden Alters.

Abwechslung in der Therapie: Aktiv und Entspannt

Die Behandlung in der Krankengymnastik gestaltet sich sehr vielseitig. Der Therapeut kann aktive Bewegungsübungen mit dem Patienten erarbeiten oder passive Maßnahmen durchführen. Die Auswahl der Übungen und Maßnahmen trifft der Therapeut abhängig von dem Befund. Passive Maßnahmen sind beispielsweise Manuelle Griffe und Massagen. Aktive Übungen dienen der Kräftigung, Dehnung oder Verbesserung der Beweglichkeit.

Mit Übungen zum Ziel: In unserer Praxis oder zu Hause

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit eignet sich die Krankengymnastik für Hausbesuche. Die Übungen können so angepasst werden, dass die Therapie angenehm zu Hause durchgeführt werden kann. Um Erfolge in der Krankengymnastik zu festigen ist eine aktive Beteiligung des Patienten wichtig. Individuelle Hausübungen werden mit dem Therapeuten erarbeitet, um den Verlauf der Therapie zu unterstützen.

Wirkung der Krankengymnastik

Abhängig vom Ziel

Die Wirkung der Krankengymnastik ist aufgrund der Individualität der Therapie vielseitig. Sie ist abhängig von der Zielsetzung in der Behandlung.

Beispiele für die Wirkung der KG

  • Anregung des Stoffwechsels und des Herz- Kreislauf-Systems
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Kräftigung
  • Verbesserte Dehnfähigkeit
  • Schulung der Koordination und der Gleichgewichtsfähigkeit
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Haltung und Körperwahrnehmung

Anwendungsgebiete

Die Krankengymnastik findet Anwendung in vielen Bereichen der Medizin.

Gebiet der Medizin und Beispiel

  • Pädiatrie, bei Entwicklung von kindlichen Haltungsfehlern
  • Orthopädie, bei Gelenkerkrankungen und Fehlhaltungen
  • Neurologie, bei Schlaganfallpatienten
  • Chirurgie, nach Operationen
  • Gynäkologie, während und nach der Schwangerschaft

Weitere Formen der Krankengymnastik

Neben der klassischen Krankengymnastik als Einzelbehandlung, gibt es auch weitere Konzepte, die den Gedanken dieser Therapie aufgreifen, wie beispielsweise die Krankengymnastik nach Bobath und die Krankengymnastik am Gerät.

Für Fragen zum Thema Krankengymnastik steht Ihnen unser physioup Team gerne zur Verfügung.

Die Manuelle Therapie, abgekürzt MT, ist eine bekannte Methode in der Medizin. Sie dient der Diagnostik und Behandlung von Funktionsstörungen. Die speziellen Techniken lindern Schmerzen und Beschwerden im Gelenk-, Muskel- und Nervensystems.

Zahlreiche Anwendungsgebiete

Medizin- Osteopathie- Physiotherapie
Die Manuelle Therapie ist ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Medizin, Physiotherapie und Osteopathie. Sie dient der Nachbehandlung bei Verletzungen und Operationen oder degenerativer Veränderungen, das heißt durch Verschleiß verursachte Strukturschäden. Durch die Manuelle Therapie können sowohl akute, als auch chronische Beschwerden behandelt werden.

Sanfte Mobilisation des Gelenkes
Das Behandlungsgebiet liegt hierbei überwiegend am und um das Gelenk des Patienten. Durch den gezielten Griff des Physiotherapeuten wird bei der Manuellen Therapie das Gelenk sanft mobilisiert. Diese Stimulation löst Gelenkblockaden und kleine Verklebungen im Kapsel-Band-Apparat. Es wird eine freie Beweglichkeit und Schmerzlinderung erreicht.

 

Wirkungen der Manuellen Therapie und Beispiele der Anwendungsgebiete

Was bewirkt die Manuelle Therapie?

  • Linderung von Schmerzen
  • Lösen von Blockaden
  • Bessere, freie Beweglichkeit
  • Lösen von Verklebungen im Bereich der Bänder und Sehnen
  • Mildes Dehnen der gelenkumgebenden Strukturen
  • Anregung des Stoffwechsels

Wann wird Manuelle Therapie eingesetzt?

Symptome

  • Allgemeine Schmerzen
  • Verminderte Beweglichkeit
  • Schmerzen bei Bewegung
  • Steifigkeit der Gelenke

Krankheitsbilder

  • Arthrose
  • Blockierte Gelenke
  • Bänderrisse
  • Verletzungen der Gelenkkapsel
  • Knochenbrüche
  • Nach Operationen
  • Neurologische Erkrankungen

 

Was ist eine Gelenkblockade?

Verminderte Beweglichkeit im Gelenk
Gelenkblockaden sind Fehlstellungen von Gelenken, die beispielsweise durch eine Verletzung oder unaufmerksame Bewegung entstehen können. Jeder kennt es – der Nacken zieht und den Kopf kann man kaum noch drehen. Hierbei handelt es sich oftmals um eine Blockierung der kleinen Facettengelenke in der Halswirbelsäule. Durch eine schnelle unachtsame Bewegung kommt es, als Schutz vor Verletzungen, zu einer reflexartigen Gegenspannung in der Muskulatur.

 

Manuelle Therapie am Kiefergelenk

Kieferschmerzen- Knirschen- Kopfschmerzen

Verordnung

Ein Rezept für die Manuelle Therapie am Kiefergelenk erhalten Sie bei ihrem Zahnarzt.

Eine Funktionsstörung im Bereich des Kiefergelenkes kann viele Ursachen haben und eine Reihe von ungeliebten Symptomen mit sich bringen.

Mögliche Symptome:

  • Kopf,- Nacken- und Rückenschmerzen
  • nächtliches Zähneknirschen
  • Schmerzen beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Tinnitus
  • eingeschränkte Beweglichkeit im Kiefer
  • Spannungsgefühle im Gesicht

Enorme Beweglichkeit birgt ihre Risiken
Unser Kiefergelenk hat eine enorme Beweglichkeit und ist durch die zahlreichen Muskeln in der Lage, die verschiedenen Bewegungen auszuführen. Bewegungen die wir beispielsweise für unseren alltäglichen Kauvorgang benötigen.

Diese Beweglichkeit bringt auch eine große Anfälligkeit mit sich. So reagiert das Kiefergelenk besonders sensibel auf Muskelverspannungen die sich von dem Nacken auf das Gelenk übertragen können. Kommt es nun zu einer Muskulären Dysbalance kann dies eine Fehlstellung des Kiefergelenkes und damit funktionelle Störungen zur Folge haben.

Durch die Manuelle Therapie kann die anatomische Kieferstellung wieder erreicht werden, womit auch die unangenehmen Symptome verschwinden.

 

Manuelle Therapie an der Halswirbelsäule (HWS)

Ein sensibler Abschnitt der Wirbelsäule
Die Halswirbelsäule, abgekürzt HWS, ist ein anfälliger Teil der Wirbelsäule. Ähnlich wie bei dem Kiefergelenk sorgt die enorme Beweglichkeit für eine höhere Anfälligkeit der Struktur.

Schmerzen im Kopf-und Nackenbereich
Durch Fehl- und Überlastung im Alltag, doch auch in Folge von Unfällen und Erkrankungen kann es zu Funktionsstörung an der Halswirbelsäule kommen. Diese äußern sich durch verschiedenste Symptome:

  • Kopf,- Schulter,- Nackenschmerzen
  • Kieferprobleme
  • Ameisenlaufen, bis taube Hände und Arme
  • Schwindel, Seh- und Hörstörungen

Hilfe durch Manuelle Therapie
Durch spezielle Grifftechniken kann der Manualtherapeut selektiv auf die Gewebestrukturen eingehen. Die kleinen Facettengelenke der Wirbelsäule können durch unterschiedliche Impulsstärken sanft mobilisiert werden. Dies schafft Entlastung für strapazierte Strukturen, wie beispielsweise die Spinalnerven, welche in Folge einer Gelenkblockade immer eine Irritation erfahren.

 

Manuelle Therapie nach Operationen

Erarbeiten einer neuen Beweglichkeit
Nach Operationen wird eine Ruhephase für die betroffene Struktur verordnet. Dies geschieht in Form von einem Gips, Bewegungsvorgaben oder ähnlichem. Die Operationswunde soll ohne mechanische Reize, wie Bewegung, ausheilen können.

Passive Strukturen verkürzen sich
Immobilität und Heilungsprozesse sorgen für eine Anpassung der Weichteile an die verminderte Bewegung. Nach spätestens 4 Wochen verkürzen sich Sehnen, Bändern und Muskeln. So kann es sein, dass eine Operation an der Schulter auch Bewegungseinschränkungen am Ellenbogen zur Folge hat.

Schonende Behandlung für das Gelenk
Speziell nach Operationen bei denen das Gelenk betroffen ist, beispielsweise Operationen am Kreuzband, ist die Beweglichkeit im Anschluss stark reduziert. In der Physiotherapie erarbeitet der Therapeut eine Erweiterung der Beweglichkeit mit dem Patienten. Die angewendeten Techniken in der Behandlung sind besonders schonend, denn der Physiotherapeut kann individuell auf die Struktur eingehen.

Das Bobath-Konzept

„Hilf dem Patienten es selbst zu tun“
Der Alltag steht im Mittelpunkt bei der Krankengymnastik nach Bobath
Die Krankengymnastik nach Bobath ist in der Physiotherapie ein lösungsorientierter Ansatz bei der Behandlung von Menschen mit angeborenen oder erworbenen Bewegungsstörungen. Das Konzept richtet sich an alle Altersstufen: Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Säuglinge.

Das 24h Konzept
Das Bobath Konzept wurde von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann und Arzt Dr. Karl Bobath entwickelt. In der Therapie werden die Patienten individuell und ganzheitlich betrachtet. Man nennt es auch das 24 Stunden Konzept, da es keine standardisierten Übungen gibt, welche nur im Therapieraum anwendbar sind, sondern der Alltagsbezug für die umfassende Therapie im Vordergrund steht. Dadurch bildet das Bobath-Konzept eine wichtige Grundlage für die Rehabilitation bei neurologischen Erkrankungen.

 

Das Bobath-Konzept für Frühchen, Säuglinge und Kleinkinder

Fähigkeiten des Säuglings stärken
Die Krankengymnastik nach Bobath ist in der Physiotherapie ein bewährtes Konzept zur Behandlung von Babys mit motorischen und neurologischen Entwicklungsstörungen. Ziele der Therapie sind motorische Möglichkeiten des Säuglings auszuschöpfen und zu erweitern.

Was kann der Säugling?
Im Zentrum der Krankengymnastik nach Bobath stehen die Fähigkeiten des Babys und nicht die Defizite. Im Rahmen einer ausführlichen Untersuchung analysiert der Physiotherapeut die Bewegungsabläufe des Säuglings, um Einschränkungen für die Entwicklung herauszufinden.

So viel wie nötig und so wenig wie möglich
Während der Behandlungen werden keine passiven Bewegungen mit dem Säugling durchgeführt, sondern das Baby wird durch gezielte Griffe des Therapeuten unterstützt und angeregt die Bewegung zu erlernen. Motorische Schwierigkeiten werden von dem Säugling aktiv überwunden. Die kleinen Patienten sind sehr lernfähig. Während einer Therapiesitzung kann es dazu kommen, dass der Therapeut den Säugling mehrmals untersuchen muss, da er schnell lernt.

 

Das Bobath-Konzept für Kinder

Bei der Bobath Therapie für Kinder liegt neben der Entwicklungsförderung auch die Förderung der Selbständigkeit und Stärkung der Angehörigen im Fokus der Behandlung.

Mit Freude an der Therapie spielerisch zum Ziel
Unsere speziellen Kinder Therapeuten gehen auf die Fähigkeiten und Interessen der kleinen Klienten ein, um spielerisch eine wirkungsvolle Behandlung zu erzielen. Die Therapie ist darauf ausgerichtet die Entwicklung und Selbständigkeit der Kinder zu fördern. Der Patient wird von den Therapeuten ermutigt eigene Fähigkeiten zu stärken.

Das Ziel des Bobath-Konzeptes ist individuell. Ein Fokus in der Therapie ist eine Stärkung der Selbständigkeit und das Ausschöpfen der Möglichkeiten des Patienten. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität des Kindes und seiner Angehörigen.

 

Das Bobath-Konzept für Jugendliche und Erwachsene

Ein Konzept mit Einbezug des Umfeldes
In der Therapie werden gemeinsam mit dem Patienten und dessen Familie, Angehörigen und Pflegekräften, die Einschränkungen des Alltags analysiert.

Welche Bewegungen und Tätigkeiten fallen dem Patienten schwer?
Nach ausführlicher Befundaufnahme und Bewegungsanalyse entwickelt der Physiotherapeut einen Behandlungsplan. Dieser orientiert sich an aktiven Übungen und Handlungen mit Alltagsbezug. Sie sollen den Patienten unterstützen, um Einschränkungen im Alltag überwinden zu können. Hierbei ist die aktive Einbeziehung des Umfeldes wichtig für die Entwicklung der Therapie.

 

Beispiele für Anwendungsgebiete

Diagnosen und Symptombilder

Frühchen, Säuglinge und Kleinkinder

  • mit frühkindlichen Erkrankungen
  • Koordinationsstörungen
  • motorische Entwicklungsverzögerungen
  • Patienten mit Zerebralparese
  • Patienten mit Spastiken

Jugendlich und Erwachsene

  • mit angeborenen motorischen Erkrankungen
  • nach einem Schädel-Hirn-Trauma
  • Menschen jeden Alters mit Spastiken
  • Hemiparesen nach einem Schlaganfall

 

Die Ziele in der Krankengymnastik nach dem Bobath-Konzept

Ein lösungsorientierter Behandlungsansatz
Das Ziel der Behandlung orientiert sich am Patienten. Im Vordergrund stehen die bereits beschriebene Handlungsfähigkeit im Alltag und eine Optimierung derselben. Hat der Patient beispielsweise Schwierigkeiten beim Ankleiden, wird dies in der Therapie aufgegriffen und erarbeitet. Das Lernen von Tätigkeiten erhöht die Selbstständigkeit und erleichtert die Pflege des Patienten.

Auch die Verbesserung von Haltungs- und Bewegungsabläufen sind Ziele der Bobath Therapie. Es werden Lösungen für die motorischen Aspekte gesucht, welche dem Patienten Probleme bereiten. Nicht nur die aktive Beteiligung des Patienten, sondern auch die spezifische Handhabung der Behandlung des Physiotherapeuten ermöglicht eine individuelle Therapie.

 

Unser Team

Interdisziplinär und engagiert
Unser interdisziplinäres Team besteht aus Bobath Therapeuten mit Spezialisierung auf alle Altersstufen. Durch regelmäßige Teamsitzungen ist ein therapieübergreifender Austausch mit unseren Ergotherapeuten und Logopäden gewährleistet, sodass der Patient eine sorgfältige Rundumbetreuung an einem Praxisstandort erfährt.

Erholung für Körper und Seele

Gönnen Sie sich eine Auszeit in unserer modernen Praxis in Berlin Wilmersdorf.
Die Massage ist eine traditionelle Technik in der Physiotherapie und hat bis heute ihren festen Platz in der Medizin. Sie wurde zur Linderung von Schmerzen bereits im alten China verwendet. Auch auf das Wohlbefinden und die Gesundheit hat die Massage eine positive Wirkung.

Bei unseren Massagen achten wir auf eine besondere Atmosphäre in den Behandlungsräumen. Ein angenehm temperierter Raum, indirektes Licht und Musik, laden zum Erholen ein. Die Lagerung während der Massage ist uns sehr wichtig, damit Sie entspannt liegen und die Massage in vollen Zügen genießen können.

Sie mögen keine Musik während der Massage? Wir gehen Ihren Wünschen nach und achten darauf, dass Sie sich wohl fühlen.

 

Die Klassische Massage

Die klassische Massage ist eine der bekanntesten Methoden zur Lockerung von Muskulatur und Bindegewebsverspannungen. In der Ausbildung zum Physiotherapeuten wird die Klassische Massage als erstes Handwerk an die Schüler weitergegeben. Sie wird sowohl zur Therapie verschiedener Erkrankungen als auch zur Prävention eingesetzt. In der Physiotherapie wird die klassische Massage begleitend zu anderen Behandlungsformen verwendet. Sie kann als Teil- oder Ganzkörpermassage durchgeführt werden.

Die Intensität der Massage richtet Ihr Therapeut nach dem Tastbefund und Ihren Wünschen.

 

Wirkung der Massage

  • Entspannung
  • Schmerzlinderung
  • Steigerung der Durchblutung
  • Lockerung der Muskulatur
  • Entstauung im Lymph- und Venenbereich
  • Lösung von Narben und Verklebungen im Gewebe
  • Wirkung über Reflexbögen auf innere Organe
  • Stabilisierende Wirkung auf das Vegetative Nervensystem
  • Anregung des Stoffwechsels

 

Massagetechniken

Einleitende Techniken wie Streichungen erwärmen die Haut und bereiten den Körper auf die Massage vor. Hautrollungen lösen das Gewebe und ermöglichen im nächsten Schritt auf tiefere Gewebeschichten zu wirken. Knetungen lockern Verklebungen im Gewebe und die Muskulatur in der Tiefe. Anschließende Klopfungen und Vibrationen verstärken diese Wirkung. Eine abschließende Ausstreichung bringt Wärme und Ruhe in den Körper.

 

Weitere Massagearten

Von Klassisch bis Wellness
Es gibt verschiedene Massagearten und Techniken. Je nach Ziel unterscheiden sich die Massagen in der Durchführung, Intensität und Wirkweise.

Bindegewebsmassage − löst und lockert
Die Bindegewebsmassage, abgekürzt BGM, ist eine Massagetechnik, welche durch lösen des verspannten Bindegewebes reflektorisch auf die inneren Organe wirkt. Während der Behandlung arbeitet der Therapeut in sogenannten Gewebezonen. Gewebezonen sind Hautareale, die in Verbindung mit einem bestimmten Organ stehen. So liegt ein Teil der Atemreflexzone beispielsweise zwischen den Schulterblättern und ist der Lunge zugeschrieben. Der Therapeut lockert mit seinen Händen durch verschiedenen Bindegewebstechniken die Verklebungen in den Hautarealen. Es führt Lokal zu einer verbesserten Versorgung in diesem Gebiet und reflektorisch wird ein Reiz an das dazugehörige Organ weitergegeben.

Kolon-Massage − Vitalisierung der Verdauung
Die Kolonmassage dient der Anregung der Darmtätigkeit. Der Darm ist ein wichtiges und hoch sensibles Organ. Viele Faktoren können die Darmfunktion irritieren. Bettlägerigkeit, falsche Ernährung, Darmerkrankungen und neurologische Erkrankungen können Ursachen für eine träge Darmtätigkeit, bis hin zur Obstipation sein. Die Kolonmassage regt die natürliche Darmtätigkeit an und hilft den Betroffenen. Hierbei arbeitet der Therapeut mit seinen Händen direkt auf dem Bauch des Patienten. Durch Atemanleitung wird die Behandlung intensiviert. Massagen auf dem Bauch mögen ungewöhnlich erscheinen, sind jedoch eine wichtige Technik in der Inneren Medizin und werden in einer anderen Intensität als beispielsweise die Klassische Massage durchgeführt.

Wellnessmassage − einfach mal entspannen
Die Wellnessmassage dient der Entspannung des Körpers und des Geistes. Stress und Belastungen aus dem Alltag sorgen für die Ausschüttung von Stresshormonen, verspannte Muskulatur und Schmerzen im Schulter- Nackenbereich. Wellnessmassagen wirken den genannten Belastungen entgegen. Die beruhigenden Techniken bewirken eine Entspannung der Muskulatur und befreien den Kopf von Stress. Auch die Anregung des Stoffwechsels sorgt dafür, dass man sich nach der Behandlung ausgeruht und erholt fühlt.

 

Wann ist eine Massage ratsam?

  • Verspannte Muskulatur
  • Muskelhartspanne und Triggerpunkte
  • Verklebtes Gewebe
  • Narben
  • Neurologische Erkrankungen, wie beispielsweise schlaffe Lähmungen
  • Stressbelastungen

 

Wann darf keine Massage angewendet werden?

  • Frische Verletzungen und Knochenbrüche
  • Arterienverschlüsse
  • Tumore
  • Neigung zu Blutungen
  • Hautverletzungen
  • Frische Thrombosen
  • Bei Schwangerschaft nur nach Absprache mit Ihrem Therapeuten

Die Manuelle Lymphdrainage, abgekürzt MLD, ist eine Entstauungstechnik. Sie gehört zu den wichtigsten Therapien in der Physiotherapie bei der Behandlung von Patienten mit Ödemen.

 

Die MLD Behandlung

Wie eine sanfte Massage
Bei der Behandlung fördert der Therapeut durch sanfte, gewebeverformende Griffe den Rückstrom in den Lymphgefäßen. Die meist an der Körperoberfläche ausgeführten Griffe des Therapeuten, orientieren sich an dem Verlauf der Lymphgefäße. Die Manuelle Lymphdrainage wird von Patienten häufig als sanfte Massage wahrgenommen. Sie ist jedoch in der Medizin klar von den Wirkungen und Zielen einer Massage abzugrenzen.

Flüssigkeitsansammlungen im Körper werden abgebaut
Durch sanfte, schubartige Bewegungen mit der Hand des Therapeuten auf der Haut des Patienten werden die Lymphgefäße angeregt. Es entsteht ein Sog in Richtung Lymphknotenstamm, Körperinneres. Die Lymphdrainage fördert den Abtransport von überschüssiger Flüssigkeit im Zellzwischenraum, welche sich im Körper abgelagert hat. Diese wird durch die Therapie teilweise über die Nieren gefiltert und ausgeschieden. Deshalb ist es nicht unüblich, dass Patienten nach der Manuellen Lymphdrainage Therapie starken Harndrang verspüren.

 

Mögliche Ursachen für ein Lymphödem

Auszugsweise zu nennen sind:

  • Erhöhte Eiweißwerte im Blut
  • Ödeme als Folge einer Operation
  • Lymphgefäßschädigung nach Tumorbehandlungen und Lymphknotenentfernung, beispielsweise bei Brustkrebs, auch bezeichnet als Mamma-Ca, Mammakarzinom
  • Immobilität in Folge neurologischer Erkrankungen

 

Manuelle Lymphdrainage nach Verletzungen und Operationen

Das Ödem der Entzündung
Unser Körper reagiert auf jede Art von Schädigung mit Entzündungsreaktionen, welche Voraussetzungen für die Heilung der Wunde sind. Die Verletzungsursachen können vielfältiger Natur sein, z.B. Bänderzerrungen, Operationswunden, Blutergüsse, Knochenbrüche und vieles mehr…

Wie entsteht ein Ödem nach Operationen?
Aufgrund der überschießenden Entzündungsreaktionen nach Operationen kommt es zu einer vermehrten Durchblutung im Gewebe. Die Blutgefäße weisen einen höheren Innendruck auf. Gefäßwände werden durchlässiger für gewisse Stoffe, darunter auch körpereigene Flüssigkeit. Diese wird aufgrund des höheren Druckes in dem Gefäß in den Zellzwischenraum, das Interstitium, gedrückt. Es entsteht eine Schwellung, in der Medizin als Lymphödem bezeichnet.

Ödeme- Eine natürliche Reaktion auf Verletzungen
Es ist eine natürliche Reaktion, welche zum Beispiel schon bei einer kleinen Schnittverletzung am Finger zu beobachten ist.

Mit der Zunahme der Durchblutung in diesem Gebiet wird das verletzte Gewebe besser versorgt, womit die Entzündung schnell abnimmt und auch das Ödem verschwindet. Der Körper wird schnell mit dieser Art von Schwellung fertig.

Verschiedene Umstände, wie beispielsweise starke Schmerzen, können Heilungsprozesse hemmen und somit bleibt das Ödem längere Zeit bestehen. Problematisch ist, dass ein Ödem durch den Druck auf die Strukturen weitere Schmerzen verursacht und die Durchblutung und damit auch den Heilungsprozess mindert.

Die vermehrte Flüssigkeit im Gewebe überlastet den Körper kurzfristig da der Abtransport nicht ausreichend ist. Hier setzt die Manuelle Lymphdrainage an. Durch die Therapie wird der natürliche Abtransport von Gewebsflüssigkeit und somit die Wundheilung gefördert.

Allgemeine Maßnahmen, die ein Ödem nach Verletzungen reduzieren:

  • Bitte fragen Sie Ihren Therapeuten, ob diese Maßnahmen für Sie geeignet sind!
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Atemtherapie
  • Hochlagerung des betroffenen Gebietes
  • Aktivierung der Muskelpumpe

Weiteres…
Neben der Manuellen Lymphdrainage wirken natürliche Prozesse, wie die Atmung, der Herzschlag und die Arbeit der Muskulatur Rückstrom anregend.

 

Manuelle Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung

Neue Lymphwege werden gebahnt
Eine Verletzung der Lymphgefäße bedeutet, dass der natürliche Weg des Abtransportes unterbrochen ist. Müssen aufgrund von Erkrankungen Lymphknoten entfernt werden, fehlen dem Körper wichtige Wege für den Abtransport von Gewebeflüssigkeit. Diese staut sich im Körper an und wird für den Patienten in Form eines Ödems sichtbar. Die Haut spannt und ist unangenehm geschwollen.

Konsequente Therapie hilft
In der Physiotherapie wird den betroffenen Patienten geholfen. Durch eine konsequente Therapie können neue Lymphwege, sogenannte Anastomosen, gebahnt und gefestigt werden.

 

Wirkweisen der Manuellen Lymphdrainage

  • Schmerzlinderung
  • Reduzierung von Schwellungen, dem sog. Lymphödem
  • Verbesserung der Lymphbildung und dadurch besserer Abtransport von Abfallstoffen im Körper, z.B. Schmerzmediatoren und Entzündungsmediatoren
  • Bildung von neuen Lymphwegen, sog. Anastomesenbildung
  • Lockerung von krankhaft verhärtetem Gewebe, auch als fibrotisches Gewebe bezeichnet

 

Wann ist bei der Manuellen Lymphdrainage Vorsicht geboten?

In der Medizin als Kontraindikationen bezeichnet

  • Herzerkrankungen, nur in Rücksprache mit Ihrem Arzt
  • Bösartige Tumore
  • Akute Entzündungen im Lymphgebiet verursacht durch pathogene Keime (Bakterien, Viren, Pilze)
  • Akute Thrombose
  • Fieber

 

Manuelle Lymphdrainage in unserer Praxis

In unserer Praxis achten wir besonders auf eine angenehme Lagerung und eine diskrete Atmosphäre während der Behandlung. Da die Lymphbahnen sich wie ein Netz durch den ganzen Körper spannen, kann nicht nur im betroffenen Gebiet behandelt werden. Der Therapeut muss großflächig auf der Haut entlang der Lymphbahnen arbeiten. Aus diesem Grund sollte die Haut des Patienten gut zugänglich sein und einschnürende Kleidung darf den Lymphfluss nicht behindern.

Bei Fragen zu dem Thema Manuelle Lymphdrainage können Sie sich selbstverständlich an Ihr physioup Team wenden.

Die Elektrotherapie, oder auch Elektrostimulation genannt, bezeichnet eine Methode die in vielen Bereichen der Medizin Anwendung findet. Durch ein Elektrotherapiegerät wird mittels Elektroden dem Patienten milder Strom zugeführt. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „mild“, denn generell verbindet ein Mensch negative Assoziationen mit der Vorstellung, an Strom angeschlossen zu sein.

Die Behandlung ist am ganzen Körper möglich. Ob Extremitäten oder Rumpf, wichtig ist nur, dass die Elektronen in effektiver Weise platziert werden können. In der Behandlung kommen unterschiedliche Ströme zum Einsatz. Die Wahl der Stromart ist abhängig von der Diagnose und dem gewünschten Effekt.

 

Ultraschalltherapie

Eine Mikromassage durch Ultraschall
Die Ultraschalltherapie ist eine schmerzlindernde Therapie mit Hilfe von Ultraschallwellen. Diese zählt als gesonderte Form zu der Elektrotherapie. Durch einen Schallkopf werden Schallwellen über die Haut in das Gewebe geleitet. Damit dies möglich ist, wird ein Ultraschallgel auf die Haut gegeben.

Patienten nehmen die Bewegungen des Therapeuten mit dem Schallkopf als kreisende Massage wahr. Die Ultraschallwellen an sich sind nicht spürbar. Eine Besonderheit im Vergleich zur Elektrotherapie ist die anregende Wirkung auf Gewebeschäden, wie beispielsweise Muskelrisse und Knochenbrüche.

 

Die allgemeine Anwendung und Wirkung der Elektrotherapie

Verschiedene Ströme machen den Unterschied aus

  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Reduzierung von Schwellungen, sog. Ödemen und Blutergüssen, sog. Hämatomen
  • Aktivierung von geschwächten Muskeln nach Immobilität und Nervenschädigung
  • Aktivierung oder Entspannung der Muskulatur
  • Verbesserte Regeneration von Nerven

Anwendungsbeispiele für die Elektrotherapie

  • Schmerzlinderung bei Arthrose an der Schulter
  • Verbesserten Regeneration nach Knie Operationen
  • Erhalt der Muskulatur bei Nervenverletzungen
  • Kräftigung sehr schwacher Muskeln

 

Die erste Elektrotherapie in unserer Praxis

Kommunikation ist das A und O
Zu Beginn der Elektrotherapie nimmt der Patient eine bequeme Haltung ein, in der er in den nächsten 5-15 Minuten angenehm verweilen kann. Die Dauer der Anwendung ist abhängig von der Art des Stroms. Gerne reichen wir unseren Patienten dazu eine Decke oder Lagerungsmaterialien.

Die Haut des zu behandelnde Körperteils muss für den Physiotherapeuten zugänglich sein. Im Anschluss werden die Elektroden, welche von einem feuchten Schwamm umgeben sind, auf dem Körper des Patienten angebracht.

Elektrotherapie tut nicht weh!
Nun dreht der Physiotherapeut den Strom auf, bis der Patient eine Stromwahrnehmung angibt. Dies kann sich als Kitzeln, Kribbeln oder Pulsieren bemerkbar machen. Stopp! Der Strom wird nicht weiter aufgedreht.

Nach wenigen Sekunden merkt der Patient, dass der Strom abnimmt oder gar verschwindet. Dies liegt an der Anpassung des Körpers an den Strom. Die Stromstärke wird noch einmal nachreguliert, bis eine angenehme Stärke gefunden ist. Dies passiert in Absprache mit dem Patienten.

Ein Signal beendet die Behandlung
Von dem Elektrotherapiegerät ertönt ein Signal nach Ablauf der Behandlungszeit und die Elektroden können von dem Patienten selbstständig abgenommen werden.

Die Stromarten unterscheiden sich in ihrer Wirkung. Manche Patienten reagieren sehr sensibel auf Strom und empfinden bereits eine geringe Dosis als sehr unangenehm. Hier gibt es alternative Methoden, um eine gleiche Wirkung zu erzielen.

Wärmetherapie mit heilendem Schlamm
Fango ist eine Anwendung von Tiefenwärme zur lokalen Stoffwechselanregung. Sie wird häufig in Form von einer Packung mit wärmeleitendem Schlamm verwendet. Die Fangotherapie dient der Beruhigung, Atemvertiefung, Lockerung der Muskulatur und Linderung von Schmerzen. In der Physiotherapie wird Fango als Vor-und Nachbehandlung zu anderen Formen der Einzeltherapie verwendet. Als Vorbereitung der Strukturen auf eine Massage ist dies sinnvoll und wird von dem Patienten oftmals als Wellness wahrgenommen.

 

Die Fango Anwendung

Bis zu 20 Minuten Wellness
Bei der Fangotherapie wird der Patient angenehm gelagert und der Wärmeträger unter der betroffenen Stelle platziert. Der Körper des Patienten wird mit einer Decke eingepackt, damit die Fangoanwendung wirken kann und ein Wärmestau entsteht.

Die Behandlung dauert bis zu 20 Minuten, bei der es zu einer starken vegetativen Reaktion kommt. Der betroffene Bereich beginnt zu schwitzen und eine Rötung setzt ein. Die Wärme darf von dem Patienten stark wahrgenommen werden, jedoch darf diese nicht als schmerzhaft empfunden werden.

 

Wirkung der Fango

Die Fangotherapie wirkt wie eine Massage

  • Entspannung
  • Schmerzlinderung
  • Steigerung der lokalen Durchblutung
  • Lockerung der Muskulatur
  • Lösung von Verklebungen im Gewebe
  • Wirkung über Reflexbögen auf innere Organe
  • Stabilisierende Wirkung auf das Vegetative Nervensystem
  • Anregung des Stoffwechsels

Allgemeines zur Atemtherapie

Findet Anwendung in allen Bereichen der Medizin
Die Atemtherapie, abgekürzt AT, wird in der Physiotherapie unterstützend bei der Behandlung von Lungenerkrankungen und Wirbelsäulenveränderungen eingesetzt.

Nach Operationen dient sie der Prophylaxe und Abwendung einer Lungenentzündung, bei Rippenbrüchen unterstützt die Atemtherapie die Ausheilung einer natürlichen Thoraxform und vor allem bei chronischen Atemwegserkrankungen und in der Neurologie ist die Therapie nicht wegzudenken.

Bei neurologischen Erkrankungen wird die Atemwegsmuskulatur ab einem gewissen Stadium nicht mehr ausreichend von den Nerven angesprochen (innerviert). Folgen der Immobilität und Fehlinnervation führen zu Atemproblemen bei den Patienten. Aus diesem Grund ist die Atemtherapie ein wichtiger Bestandteil in der Neurologie, wie beispielsweise bei ALS, Parkinson und MS.

Von COPD bis Skoliose
Obstruktive, restriktive, akute oder chronische Lungenerkrankungen, aber auch Wirbelsäulenveränderungen schränken das Atmen ein. Es ist ein großer Einschnitt in die Gesundheit, denn mit der Atmung verschlechtert sich auch die Vitalität des Menschen im Alltag.

Freies Atmen ist ein Geschenk
Die Atmung ist für jeden Menschen das Natürlichste und Wichtigste zugleich. Ein kleiner Schnupfen führt uns im Winter vor Augen, dass es nicht selbstverständlich ist, frei atmen zu können.

 

Obstruktive Lungenerkrankungen

Verengung der Atemwege
Obstruktive Atemwegserkrankungen sind durch verengte Atemwege gekennzeichnet. Durch diese Verengung muss der Patient gegen einen höheren Widerstand atmen und die Lunge wird nicht vollständig belüftet.

Beispiele für obstruktive Lungenerkrankungen

  • Obstruktive Bronchitis
  • Asthma bronchiale
  • Lungenemphysem
  • Bronchiektasen
  • Mukoviszidose
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung, abgekürzt COPD (englisch chronic obstructive pulmonary disease)

 

Restriktive Lungenerkrankungen

Eingeschränkte Lungenentfaltung
Restriktive Atemwegserkrankungen schränken die Entfaltung der Lunge und damit das Lungenvolumen ein. Die Lungenfläche für den Sauerstoffaustausch ist reduziert.

Beispiele für restriktive Lungenerkrankungen

  • Lungenfibrose
  • Erkrankungen der Thoraxwand und des Lungenfells
  • Folge eines Traumas , z.B. Rippenbrüche
  • Thoraxdeformationen, z.B. Skoliose und Morbus Bechterew
  • Neurologische Erkrankungen mit Auswirkung auf die Atemmuskulatur

 

Die Reflektorische Atemtherapie

Eine atemanregende „Massage“
Die Reflektorische Atemtherapie ist eine traditionelle Technik zur Belüftung aller Lungenabschnitte und Förderung der dreidimensionalen Atmung.

Von dem Physiotherapeuten werden gezielte Hautreize gesetzt um die Atmung des Patienten anzuregen. Dies kann im Vergleich zu einer entspannenden Wellnessmassage fast grob wirken, da die Grifftechniken in einer höheren Intensität ausgeführt werden müssen. Neben der Lungenbelüftung lösen die Griffe der Reflektorischen Atemtherapie Gewebeverklebungen, welche den Brustkorb bei der normalen Atmung einengen.

 

Wirkung der Atemtherapie

  • Erleichterte Atmung
  • Lösung und Transport von Sekret
  • Normalisierung der Haut-, Bindegewebs- und Muskelspannung am Rumpf
  • Verbesserte Entspannungsfähigkeit
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Vergrößerung der Atembewegungen
  • Kräftigung der Atemmuskulatur
  • Verbesserung der Atemkoordination
  • Verbesserung der Rippen- und Brustkorbbeweglichkeit
  • Förderung des Sekretabflusses

 

Maßnahmen in der Atemtherapie

  • Spezielle Atemtechniken
  • Dehnlagen
  • Atemgeräte
  • Gewebsgriffe
  • Reflektorische Atemtherapie
  • Hustentechniken

Unser Team ist erfahren in der Behandlung von Patienten mit Atemwegserkrankungen. Von unseren Physiotherapeuten erfahren Sie mehr über alltägliche Übungen für Ihren Körper, die das Atmen erleichtern.

Faszien

Stabil und enorm flexibel zugleich
Faszien sind feine Häute aus Bindegewebe, welche die Muskulatur umgeben. Sie durchziehen den Körper wie ein Netz und geben diesem seine Struktur. Trotz der formenden Funktionen bieten Faszien auch eine enorme Beweglichkeit.

Verklebte Faszien führen zu Schmerzen am Bewegungsapparat
Falsche und einseitige Belastungen im Alltag, doch auch jede Verletzung des Bewegungsapparates können zu einer Schädigung der Faszien führen. Diese Verletzungen in Form von Mikrozerrungen, Entzündungen und Verklebungen sind der Auslöser von diffusen und intensiven Schmerzen. Schmerzen, die den Patienten häufig schon lange begleiten, bis geschulte Therapeuten schnelle Hilfe bieten.

 

Fasziendistorsionsmodell nach Stephen Typaldos

Modell mit sofortiger Wirkung
Das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos, abgekürzt FDM, ist eine manualatherapeutische Technik zur Behandlung von veränderten Faszien und Gewebestrukturen. Es wurde von dem gleichnamigen Arzt und Osteopathen Stephan Typaldos entwickelt. Das Modell ist gekennzeichnet durch eine eindeutige Diagnostik und einen Soforteffekt bereits während der ersten Behandlung.

Erkrankungen des Bewegungsapparates
Das Fasziendistorsionsmodell ermöglicht eine Behandlung fast aller schmerzenden Erkrankungen des Bewegungsapparates. Sie richtet sich gleichermaßen an Patienten mit akuten und chronischen Beschwerden.

 

Wann wird das FDM eingesetzt?

Beispiele für Symptome und Anwendungsbereiche:

  • Allgemein bei Schmerzen am Bewegungsapparat
  • Rückenschmerzen
  • Arthrose
  • Bandscheibenvorfall
  • Schulterschmerzen
  • Verstauchungen
  • Taubheit und Sensibilitätsstörungen
  • Allgemein bei Sportverletzungen

Wirkung des Fasziendistorsionsmodells

FDM- Soforthilfe für den Patienten
Das Fasziendistorsionsmodell unterscheidet Schädigungen der Faszie in 6 Distorsionen. Handelt es sich bei der Ursache um eine Distorsion der Faszie, ist die Diagnose schnell gestellt. Diese erfolgt durch Beobachtung des Patienten auf ausgeführte FDM Reize durch den Physiotherapeuten. Durch eine gezielte Technik kann der Therapeut effektiv auf die Struktur eingehen. Der Patient erfährt eine Soforthilfe in wenigen Minuten.

Der Star am Spielfeldrand
Die FDM Methode wird als Therapie am Spielfeldrand verwendet, um die Athleten in kürze wieder schmerzfrei für das Spiel zu machen.

Das Kinesiotaping, oder auch Kinesio-Taping geschrieben, ist eine spezielle Taping Methode. Sie wurde in den 70er Jahren von einem japanischen Chiropraktiker erfunden. Die spezifischen Anlagetechniken auf der Haut variieren in der Ausführung, je nach gewünschter Wirkung.

Besonders im Sport ist das Tapen eine oft gewählte Ergänzung zur Therapie, um Beschwerden abzumildern. Somit kann das Training in einem reduzierten Rahmen weitergeführt werden und das Risiko von weiteren Verletzungen, wie erneutes Umknicken aufgrund eines Sprunggelenk-Traumas wird minimiert.

 

Taping Anlage

Wie kommt das Tape auf die Haut?
Der Therapeut misst die benötigte Länge des Tapes individuell am Patienten. Nachdem alle Streifen des Tapes zugeschnitten sind, wird die Trägerfolie von dem Tape entfernt. Im nächsten Schritt wird die Anlage angebracht und durch Reiben auf der Haut des Patienten aktiviert. Nun sollten einige Maßnahmen von dem Patienten beachtet werden, damit das Kinesiotape möglichst lange wirken kann.

Wie bleibt das Tape lange auf meiner Haut?

  • Vor der Therapie sollte die Haut gereinigt und im Anschluss nicht eingecremt werden.
  • Das Tape, wenn möglich, beim Schlafen mit Kleidung bedecken, damit die Ränder durch nächtliche Bewegung nicht abgerieben werden.
  • Während des Duschens vorsichtig mit dem Tape umgehen und direkten Seifenkontakt vermeiden. Nach dem Duschen, von der Mitte nach außen, auf dem Tape-Streifen nachreiben oder tupfen.

 

Wirkung von Kinesiotapes

Die Wirkung des Tapes variiert mit der Anlagetechnik

  • Normalisierung der Muskelspannung
  • Schmerzlinderung
  • Verbesserung des lokalen Stoffwechsels
  • Aktivierung des lymphatischen Systems
  • Reflektorische Stimulierung der inneren Organe

Welche unterschiedlichen Tape Anlagen gibt es?
Es gibt viele Bücher mit Anleitungen über die unterschiedlichen Anlagetechniken und ihre Wirkung. Auszugsweise sind hier die wichtigsten zu nennen:

  • Handgelenks Tape
  • Schulter Tape
  • Nacken Tape
  • Rücken Tape
  • Knie Tape
  • Sprunggelenks Tape
  • Spezifisches Muskel Tape
  • Lymph Tape
  • Taping bei Schwangerschaft
  • Taping bei Menstruationsbeschwerden

 

Die Farbe von Kinesio-Tapes und ihre Wirkung

Nur ein modischer Trend?
Den unterschiedlichen Farben der Kinesio-Tapes werden verschiedene, jedoch fragwürdige Wirkungen zugeschrieben.

  • Rot: anregend
  • Blau: dämpfend
  • Grün: harmonisierend
  • Schwarz: verstärkend
  • Haut: neutral

In unserer Praxis werden üblicherweise rote und blaue Tapes verwendet. Auf Ihren Wunsch hin, können natürlich auch andere Farben zum Einsatz kommen.

In Fortbildungen und Kursen wurden unsere physioup Therapeuten in den Methoden des Kinesiotapings geschult. Bei Fragen können Sie sich selbstverständlich gerne an unser Team wenden.  Wenn Sie an einem Kinesio Tape interessiert sind, erhalten Sie weitere Informationen von Ihrem Therapeuten.

 

Konditionen

Die Kosten variieren nach Größe und Komplexität der Tapeanlage. Bitte wenden Sie sich an Ihren Therapeuten für weitere Informationen. Beachten Sie, dass Kinesiotaping viele Synonyme hat: Kinesio-Taping, K-Taping, Medical-Taping, K-Active-Taping, Medi-Taping…

Die medizinische Trainingstherapie, abgekürzt KGG,  bietet in der Physiotherapie eine ideale Ergänzung zur Einzeltherapie. Das gerätegestützte Training ist sehr vielseitig in der Wirkungsweise und Ausführung.

Abwechslungsreich und Individuell
Durch unterschiedliche Variationen von Übungen an den Geräten erweist sich die Krankengymnastik am Gerät als abwechslungsreiche Therapie. Dies ermöglicht dem Physiotherapeuten besonders individuell auf die körperliche Fitness des Patienten einzugehen. Nur eine kleine Abänderung der Übung kann die Intensität um ein vielfaches erhöhen oder reduzieren.

Das funktionelle Training ist kennzeichnend für die Krankengymnastik am Gerät. Der Patient wird nicht nur angeleitet muskelkräftigende Übungen auszuführen, der Körper wird während der Therapie auch auf die Belastungen des Alltages vorbereitet. Womit der Patient auch in den physiologischen Bewegungsabläufen geschult wird.

Aufeinander aufbauende Therapie
Krankengymnastik am Gerät ist eine gute Methode, um im späteren Verlauf der Physiotherapie Ergebnisse aus der Manuellen Therapie zu festigen.

 

Krankengymnastik am Gerät in unserer Praxis

Stärken Sie Ihren Körper an unseren modernen Trainingsgeräten

Die neuen Kinesis Geräte bereichern die Therapie
Hier können Sie aktiv werden und selbständig unter Anleitung eines Physiotherapeuten Ihre Muskulatur kräftigen. Die modernen Kinesis Geräte in unserer Praxis bieten die Möglichkeit eines 3D-Trainings. Im Gegensatz zu den meist monotonen Bewegungen an den Geräten im Fitnessstudio ist hier eine Kräftigung in 3 Ebenen möglich. Dies ist ein wichtiger Bestandteil eines funktionellen Trainings.

Nach einer ausführlichen Analyse erstellt Ihr Physiotherapeut einen auf Sie zugeschnittenen Trainingsplan. Anhand dieses Trainingsplans haben Sie alle Übungen und Ihr Ziel im Blick.

Schonend und effektiv
Wir legen besonderen Wert auf intramuskuläres Training, da es dabei zu keinen lokalen Verspannungen kommt. Somit ist es besonders schonend für den Körper und eignet sich ausgesprochen gut für die Kräftigung nach Verletzungen.

 

Formen der funktionellen Therapie

  • Schnellkrafttraining
  • Kraftausdauertraining
  • Ausdauertraining
  • Gleichgewichtstraining
  • Propriozeptives Training

 

Wirkung und Ziele der Krankengymnastik am Gerät

  • Kräftigung der Muskulatur
  • Kräftigung der passiven Strukturen (Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln)
  • Verbesserung der Koordination
  • Verbesserung des Gleichgewichtes
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Verbesserung der Sauerstoffversorgung  und Durchblutung der Muskulatur
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Anregung des Herz-, Kreislaufsystems und der Atmung
  • Festigung anatomischer Bewegungsabläufe